Streit in der Familiengesellschaft

Gerade Familienunternehmen sind besonders häufig von Streitigkeiten von einzelnen Gesellschaftern oder Gesellschaftergruppen betroffen, die zudem noch mit besonderer Vehemenz geführt werden. Dafür gibt es zahlreiche bekannte Beispiele, wie etwa die der Familien Aldi, Haribo, Tönnies und Suhrkamp, um nur einige zu nennen.

Diese Streitigkeiten haben ihren Ursprung häufig in der komplexen Sozialbeziehung zwischen den Gesellschaftern und der Tatsache, dass sich bei Familienunternehmen zwei ihrer Natur nach gegensätzliche Systeme überlagern, nämlich das auf Bindung und emotionale Nähe ausgerichtete System Familie und das auf Funktion, rationale Planung und wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtete System Unternehmen. Entsprechend reichen hier die Konflikte oft schon in die Kindheit zurück und verstärken sich über die Jahre immer weiter.

Der offene Streit bricht dann meist im Zusammenhang mit einer misslungenen Unternehmensnachfolgeregelung aus, weshalb dieser insoweit zentrale Bedeutung zukommt.